Felippe Lopes/Adobe Stock Mann sitzt mit Laptop auf einem großen Schwimmreifen in einem Pool

Hitzeschutz im Sommer: Das 1×1 für heiße Tage

Egal ob im Büro, im Homeoffice oder in der Freizeit: Unsere Checkliste zeigt, wie Sie mit einfachen Maßnahmen auch bei Hitze einen kühlen Kopf und Körper bewahren!

28.05.2026
3 Minuten
Elisabeth Kierner
Schlagwörter: Hitze/Kälte am Arbeitsplatz

Unser Körper funktioniert am besten, wenn die Körperkerntemperatur konstant zwischen 36 und 37 Grad Celsius liegt. Bei drohender Überhitzung aktiviert das Gehirn die körpereigenen Kühlmechanismen: Das Blut wird schneller durch den Körper gepumpt und gibt über die gut durchblutete Haut Wärme ab. Das funktioniert allerdings nur, solange die Umgebungstemperatur niedriger ist als die Körpertemperatur. Reicht dieser Mechanismus nicht mehr aus, beginnt der Körper zu schwitzen. Ein Erwachsener kann dabei bis zu zwei Liter Schweiß pro Stunde verlieren. Durch die Verdunstung des Schweißes wird dem Körper Wärme entzogen. Kritisch wird es, wenn auch die Nächte heiß bleiben und das Herz rund um die Uhr stärker arbeiten muss. Das Gleiche gilt bei körperlicher Aktivität, denn je höher die Belastung bzw. Intensität, desto mehr Wärme wird vom Körper produziert.

Checkliste: So schütze ich mich selbst gegen Hitze

Selbst wenn Arbeitgeber verpflichtet sind, Hitzeschutzmaßnahmen für die Mitarbeitenden zu planen und umzusetzen, kann jede:r mit einfachen Tipps selbst auf sich achten – egal ob im Büro, im Homeoffice oder in der Freizeit:

 

  • Die passende Kleidung wählen:
    Lange, weite Kleidung (z.B. Shirts/Hemden, Hosen, Kleider) aus durchlässigen Naturmaterialien schützt die Haut und sorgt für einen kühlenden Luftzug. Kappe, Hut oder Tuch am Kopf spenden Schatten und schützen vor Sonnenbrand bzw. Sonnenstich.
  • Sonnenbrille tragen:
    Sie schützt die Augen vor der Blendung durch grelles Licht und vor den unsichtbaren, schädlichen UV-Strahlen. Idealerweise ist das Brillenglas am Rand leicht gewölbt, damit die Strahlung auch seitlich abgeschirmt wird.
  • Sonnencreme verwenden: 
    Ein möglichst hoher Sonnenschutzfaktor und regelmäßiges Nachcremen bewahrt die Haut vor Schäden.
  • Viel trinken, leicht essen:
    Je mehr wir essen, desto mehr wird die Verdauung belastet und damit weiter Wärme produziert. Am Teller sollten sich nun frisches Obst und Gemüse, kühlende Suppen, Salate, leichte Eintöpfe oder Fisch finden. Ausreichend Flüssigkeit – mindestens zwei Liter pro Tag – unterstützt den Körper ebenso. Besonders geeignet sind stilles Wasser oder lauwarme, ungesüßte Kräutertees.
  • Zwischendurch Pausen im Schatten machen und abkühlen: 
    Im Homeoffice kurz lauwarm duschen, nicht abtrocknen und das Wasser auf der Haut verdunsten lassen. Am Arbeitsplatz bringt ein feuchter Waschlappen oder ein kühlendes Erfrischungstuch Erleichterung z.B. am Kopf, im Nacken oder an den Schläfen. Auch das Waschen der Handgelenke mit fließendem, kalten Wasser sorgt für Erfrischung.
  • Richtig lüften: 
    Nicht jedes Wohnhaus oder Bürogebäude ist aus klimaförderlichen Materialien gebaut. Dennoch kann mit Jalousien oder Markisen für Schatten und Kühle gesorgt werden. Morgens und abends, wenn es nicht zu heiß ist, ordentlich lüften, tagsüber die Fenster geschlossen und möglichst abgedunkelt halten. Ventilatoren kühlen die Luft nicht, bringen sie aber zum Zirkulieren – sie sollten deshalb am besten so platziert werden, dass die heiße Luft aus dem Raum hinausgewirbelt wird. 
    Außerdem lohnt es sich, Wärmequellen zu reduzieren – Geschirrspüler oder Waschmaschine erhitzen Wasser und damit auch die Raumtemperatur. Nach Möglichkeit sollten diese Geräte in Betrieb gehen, wenn auch gelüftet/gekühlt werden kann. Und auch Geräte, die im Homeoffice genutzt werden, wie Laptop oder Drucker, geben Wärme ab und sollten abgeschaltet werden, wenn sie nicht verwendet werden.

Sie haben Fragen zur Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz? Das Präventionsteam der AUVA steht Ihnen gerne beratend zur Seite. Kontaktieren Sie uns unter sichereswissen@auva.at