BESTE BEDINGUNGEN FÜR Behindertensport

Neu eröffnetes ParaSportzentrum

Unser im Juni 2025 eröffnetes, in Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Paralympischen Committee (ÖPC) und dem Österreichischen Behindertensportverband (ÖBSV) entwickeltes ParaSportzentrum setzt einen neuen Maßstab für die Verbindung von Rehabilitation und Leistungssport.

Ob durch gezieltes Talent-Scouting, individuelles Training und Unterstützung auf Spitzenniveau – im ParaSportzentrum werden Menschen mit Querschnittlähmung, Amputation und anderen schweren Verletzungen auf ihrem Weg in den Parasport nachhaltig begleitet und gefördert.

Hochmoderne Trainingsanlagen wie Turnsaal, Schwimmhalle und Außenbereiche sowie speziell abgestimmte medizinische und therapeutische Angebote ermöglichen es den Sportlern:Sportlerinnen, ihr Leistungspotential voll auszuschöpfen. Der Weg für zukünftige Erfolge im Parasport ist somit geebnet.

Sport ist eine wesentliche Säule in der Rehabilitation von Menschen mit Behinderung. Er fördert nicht nur die körperliche Regeneration, sondern auch den mentalen und emotionalen Aufschwung unserer Rehabilitanden:Rehabilitandinnen auf dem Weg zurück in ein selbstbestimmtes Leben.

ParaSportzentrum Häring – Wir leben ParaSport
Wie das ParaSportzentrum Häring wächst

Aktuelle Events und Erfolgsgeschichten

Aus Patienten:Patientinnen werden im ParaSportzentrum Athleten:Athletinnnen, deren Grenzen nicht durch den Unfall definiert werden, sondern durch ihren Mut. Informieren Sie sich über einige unserer Erfolgsgeschichten sowie unsere aktuellen Initiativen:    

ParaSportfest 2026: Gemeinsam in Bewegung

Lachen, Anfeuern, Ausprobieren – im Juni 2026 zeigte das ParaSportfest im Rehabilitationszentrum Häring, wie viel Energie und Motivation in gemeinsamer Bewegung und Parasport stecken. Aktuelle und ehemalige Patienten:Patientinnen erlebten einen sportlichen Tag, der in Erinnerung bleibt und neue Perspektiven schafft.

Jackscorner

Klassifizierung im ParaSportzentrum Häring: Kompetenz vertiefen, Fairness stärken

Faire und spannende Wettkämpfe im Behindertensport beginnen mit einer fundierten Klassifizierung. Sie stellt sicher, dass Leistungen vergleichbar sind und sportliche Ergebnisse unter gleichen Voraussetzungen zustande kommen.

Vor diesem Hintergrund fand am 3. Juni 2026 im AUVA Rehabilitationszentrum Häring der „Basisworkshop Klassifizierung“ des Österreichischen Behindertensportverbands (ÖBSV) statt. 17 Teilnehmende nutzten die Gelegenheit, ihr Wissen gezielt zu erweitern und praktische Erfahrung zu sammeln.

Unter der Leitung von ÖBSV-Verbandsarzt Dr. Heinz Zwerina erhielten die Teilnehmenden einen strukturierten Einblick in die Grundlagen und Anforderungen der Klassifizierung. Neben theoretischen Inputs standen vor allem praxisnahe Demonstrationen im Mittelpunkt – unter anderem in den Sportarten Tischtennis, Leichtathletik und Tennis.

Ein besonderer Mehrwert ergab sich aus der unmittelbaren Anwendung des Gelernten: In einer abschließenden Praxiseinheit konnten die Teilnehmenden Klassifizierungen im realen Trainings- und Wettkampfumfeld beobachten und kritisch reflektieren.

Der Workshop leistet damit einen konkreten Beitrag zur Qualifizierung von Fachpersonal und zur Weiterentwicklung standardisierter, transparenter Klassifizierungsprozesse. Dies stärkt langfristig die Qualität und Fairness im ParaSport – und unterstreicht die Rolle des ParaSportzentrums Häring als Ort praxisorientierter Kompetenzentwicklung.

ÖBSV

Tischtennis Gedächtnisturnier stärkt Parasport-Community in Häring

Am 22. April 2026 fand im ParaSportzentrum das Geiger Rangger Smarrazzo Tischtennis-Gedächtnisturnier statt. Insgesamt nahmen 13 Mitglieder der sogenannten „Mittwochrunde“ des RZ Häring sowie drei Gastspieler bzw. stationäre Patienten teil und sorgten für spannende und faire Wettkämpfe.

Nach einer Gruppenphase im Modus „Jeder gegen jeden“ setzte sich Gottfried Gratz im Einzelbewerb durch, gefolgt von Walter Krimbacher und Daniel Pauger. Auch der Doppelbewerb mit sieben Paarungen bot sportlich hochwertige Spiele – hier sicherten sich Gottfried Gratz und Alois Praschberger den Sieg.

Ein besonderes Highlight war die Teilnahme des mehrfachen Paralympics-Starters Hans Ruep (2000, 2004, 2008, 2012). Er und Teresa Oppelz leiteten das Turnier und sorgten für einen klar strukturierten und reibungslosen Ablauf.

RSCTU / Harald Eder Gruppenbild mit allen Teilnehmern im Vordergrund und den Organisator:innen des Turniers im Hintergrund
RSCTU / Harald Eder Teilnehmer des Turniers im Tischtennisspiel an mehreren Tischen

Als Sponsor stellte Bruno Schmidbauer, langjähriger Leiter der "Mittwochrunde", den Wanderpokal zur Verfügung. Die Sachpreise sowie die Verpflegung wurden vom AUVA-Budget der „Mittwochrunde“ (Leitung: Mag. Brigitte Posch) finanziert.

Das Turnier zeigt exemplarisch die Ausrichtung des Parasportzentrums Häring: Förderung von leistungsorientiertem Rollstuhlsport, nachhaltige Vernetzung und attraktive Wettkampfangebote – auch über die Rehabilitation hinaus.


Paralympics hautnah erleben: Fachliche Einblicke aus Cortina 2026

Zwei Physiotherapeuten des ParaSportzentrums besuchten mit fachlichem Fokus für mehrere Tage die Paralympics 2026 in Cortina. Dort konnten sie nicht nur sportliche Höchstleistungen miterleben, sondern wichtige Impulse für ihre berufliche Praxis und die Weiterentwicklung des ParaSportzentrums sammeln. 

AUVA / Stefan Thurner, Stephan Schinkel Zwei Mitarbeiter des Parasportzentrums Häring posieren neben einem großen Logo Paralympics-Logo, im Hintergrund eine winterliche Berglandschaft.

Inklusives Curling-Erlebnis für Patienten:Patientinnen

In enger Zusammenarbeit mit dem RSCTU ermöglichte das Rehabilitationszentrum Häring seinen Patienten:Patientinnen einen besonderen sportlichen Vormittag im Curling Club Kitzbühel. Die Teilnehmenden erhielten dort einen praxisnahen Einblick in den traditionsreichen Wintersport Curling. Mit Astrid Pflügler und Marcel Resch erklärten zwei erfahrene Curler:innen kompetent die Grundlagen des Sports und begleiteten die ersten Versuche auf dem Eis. Ziel war es, Parasport erlebbar zu machen und Brücken zwischen Rehabilitation, Vereinssport und langfristiger sportlicher Teilhabe zu schlagen. Dabei stand nicht die sportliche Leistung, sondern das gemeinsame Erleben von Bewegung, Koordination und Teamarbeit im Vordergrund. 

Die beiden Organisatorinnen des Events, AUVA-Sporttherapeutin Barbara Ellmerer und RSCTU-Obfrau Martina Eder, sorgten dafür, dass sich alle Teilnehmenden unabhängig von individuellen körperlichen Voraussetzungen oder sportlichen Vorerfahrungen aktiv einbringen und Curling nach ihren persönlichen Möglichkeiten ausprobieren konnten. Der Vormittag bot nicht nur Abwechslung zur Rehabilitation, sondern eröffnete den Teilnehmenden neue Perspektiven auf mögliche Sportarten nach der Reha. Angebote wie dieses fördern Motivation, Selbstvertrauen und Freude an Bewegung – zentrale Elemente im ganzheitlichen Rehabilitationsprozess.

Rollstuhl-Curling ist im paralympischen Sport seit vielen Jahren fest etabliert als inklusiver Sport, der sich flexibel an unterschiedliche Bedürfnisse anpassen lässt. Genau diese Offenheit wird auch im Kitzbühel Curling Club gelebt: Der Verein heißt alle sportinteressierten Menschen willkommen – mit oder ohne Behinderung.


Ankündigung: Parasport-Kindercamp Sommer 2026 - Pilotprojekt

Von 27. bis 31. Juli 2026 setzen das ParaSportzentrum Häring und das OptimaMed Kinder Rehabilitationszentrum Wiesing erstmals ein Parasport-Kindercamp um. Die Zielgruppe sind Kinder mit körperlichen Einschränkungen – ihre Teilhabe und Entwicklung möchten wir nachhaltig fördern, indem wir ihnen einen frühen, positiven und vielfältigen Zugang zu Bewegungs- und Sportangeboten ermöglichen.

Das Camp erprobt ein bewegungsorientiertes Nachmittagsprogramm, das therapeutische Ansätze mit spielerischen Sportmodulen verbindet. Ein interdisziplinäres Team aus Physiotherapie, Ergotherapie und Sporttherapie übernimmt die Gestaltung. Die Inhalte und Dosierung der Einheiten orientieren sich konsequent an den individuellen Fähigkeiten der teilnehmenden Kinder.

 

GEPA pictures / Alexander Solc Szene beim Rohlstuhlbasketball: Junge dribbelt mit dem Ball, sein erwachsener Gegenspieler ist auch im Bild

Das Camp ist bewusst kompakt angelegt und umfasst mehrere aufeinander abgestimmte Nachmittage innerhalb einer Woche. Jeder von diesen steht im Zeichen einer konkreten Sportart, die ausprobiert und erlebt werden kann. So lernen die Kinder verschiedene Bewegungsformen kennen und finden heraus, welche Aktivitäten ihnen besondere Freude bereiten. Dieser Ansatz soll Motivation, Selbstvertrauen und langfristiges Interesse am Sport fördern.

Die Teilnahme ist nicht öffentlich, da die Auswahl der Kinder direkt über das OptimaMed Kinder Rehabilitationszentrum Wiesing erfolgt. Das Camp findet im ParaSportzentrum Häring statt und wird durch die AUVA finanziert.

Nach Abschluss des Pilotprojekts werden die Erfahrungen gemeinsam ausgewertet. Auf dieser Basis wird entschieden, ob und in welcher Form das Angebot künftig fortgeführt oder erweitert wird.


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