Morgens operiert, abends im eigenen Bett: AUVA etabliert als erster heimischer Spitalsträger bundesweites Tagesklinik-Konzept
Die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA) baut ihre tagesklinischen Angebote in den Unfallkrankenhäusern in Wien, Graz, Klagenfurt, Salzburg und Linz deutlich aus. Planbare Operationen sollen künftig vorrangig ohne mehrtägigen Krankenhausaufenthalt durchgeführt werden. Wo es medizinisch geeignet und absolut sicher ist, kommen Patientinnen und Patienten am Tag des Eingriffs ins Spital und kehren noch am selben Tag in ihr gewohntes Umfeld zurück.
Damit setzt die AUVA konsequent auf internationalen medizinischen Fortschritt. Schonendere Eingriffe und weiterentwickelte Behandlungsmethoden machen es heute in vielen Fällen möglich, stationäre Aufenthalte radikal zu verkürzen oder ganz zu vermeiden.
Das bedeutet weniger Zeit im Krankenhaus und eine raschere Rückkehr in den normalen Alltag und den Beruf. Ziel ist es, die AUVA-Spitäler frühzeitig auf die Anforderungen einer modernen, leistungsfähigen und wirtschaftlich nachhaltigen Gesundheitsversorgung auszurichten.
Niemand liegt gerne länger im Krankenhaus als unbedingt nötig. Die Tagesklinik ermöglicht es uns, Menschen schneller zu versorgen. Damit geben wir unseren Patientinnen und Patienten ein Stück Lebensqualität zurück und nutzen unsere Ressourcen so effizient wie möglich. Wir gestalten die Unfallversorgung der Zukunft aktiv mit, ein konsequent umgesetztes tagesklinisches Konzept ist eine nachhaltige Antwort auf die steigenden Herausforderungen im Gesundheitswesen, die hohe Anzahl von Patient:innen in den Spitälern, wirtschaftlich begrenzte Mittel und den Anspruch auf höchste medizinische Qualität
Zielwert: Jeder zweite Eingriff tagesklinisch
Die AUVA setzt sich das Ziel, künftig 50 Prozent der planbaren Operationen tagesklinisch durchzuführen. Um das zu erreichen, werden die bestehenden Tageskliniken AUVA-weit ausgebaut. Ein zentraler Baustein dafür sind spezielle Pflegeambulanzen: Sie begleiten die Patientinnen und Patienten lückenlos und digital unterstützt von der OP-Vorbereitung bis zum Entlassungsmanagement. Die sichere Rückkehr nach Hause wird so nicht erst am Ende des Aufenthalts, sondern strukturiert von der ersten Minute an geplant.
Dass dieser Weg den tatsächlichen medizinischen Bedarf und die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten widerspiegelt, zeigen die aktuellen Daten der AUVA: Der Anteil der Eingriffe mit sehr kurzen Aufenthaltszeiten ist in den vergangenen Jahren rasant gestiegen, während die Zahl der klassischen, längeren stationären Fälle von rund 40.600 im Jahr 2019 auf rund 33.500 im Jahr 2025 gesunken ist. Die AUVA passt ihre Infrastruktur nun genau an diese moderne Realität der Gesundheitsversorgung an.
Dank minimalinvasiver Chirurgie und moderner Narkoseverfahren sind wochenlange Spitalsaufenthalte bei vielen Eingriffen längst Geschichte. Eine Tagesklinik ist medizinische Präzisionsarbeit: Wir entlassen Patientinnen und Patienten nur dann am selben Tag, wenn es absolut sicher ist. Der große Gewinn dabei: Wir senken damit unter anderem das Risiko einer Infektion mit Krankenhauskeimen. Wer nach einer Gelenks-OP abends im eigenen Bett schläft, erholt sich psychisch und physisch nachweislich schneller. Gleichzeitig halten wir so unsere Spitalsbetten für die wirklich schweren Notfälle frei.
Stärkung der Akutversorgung
Diese strategische Neuausrichtung bringt somit einen doppelten Qualitätsgewinn für das System. Während Patientinnen und Patienten mit planbaren Routineeingriffen von maximalem Komfort profitieren, werden auf den Normalstationen wertvolle Kapazitäten frei. So stellt die AUVA sicher, dass hochspezialisierte Ressourcen jederzeit uneingeschränkt dort zur Verfügung stehen, wo sie am dringendsten benötigt werden: bei der Versorgung von Schwerverletzten nach Arbeits- und Freizeitunfällen.