AUVA zum UKH Salzburg: Zukunftskonzept fokussiert auf rasche Lösungen und gebündelte Schlagkraft
Die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA) hat sich am Mittwoch mit dem Land Salzburg sowie den Salzburger Landeskliniken (SALK) in einem konstruktiven Dialog über die medizinische Weiterentwicklung des UKH Salzburg ausgetauscht. Im Zentrum der partnerschaftlichen Gespräche stand das richtungsweisende „Modell Ortho-Trauma Salzburg“.
Die klare gemeinsame Prämisse: Das Salzburger Gesundheitswesen braucht rasche, nachhaltige und kosteneffiziente Lösungen. Ziel ist es, die Leistungen der Systempartner in wesentlichen Punkten so rasch und effektiv wie möglich zu bündeln, um die Schlagkraft in der Versorgung massiv zu erhöhen.
Fokus auf unmittelbare Entlastung durch inhaltliche Kooperation
Die AUVA investiert bundesweit massiv in neue Infrastruktur. Doch wir wissen: Bauprojekte im Gesundheitswesen brauchen Zeit. Der Versorgungsdruck in Salzburg duldet jedoch keine zehnjährige Wartezeit auf ein neues Gebäude. Die partnerschaftlichen Gespräche zwischen AUVA, Land Salzburg und SALK haben gezeigt: Eine erfolgreiche Bündelung unserer medizinischen Schlagkraft erfordert nicht zwingend eine bauliche Fusion.
Das Management der AUVA wird dem Verwaltungsrat, dem geschäftsführenden Gremium der Organisation, daher vorschlagen, künftig auf eine starke inhaltliche Kooperation zu setzen. Diese Kooperation soll unter anderem durch Hightech-Robotik, smarte Patienten-:Patientinnenlenkung, eine Tagesklinik sowie eine Erstversorgungsambulanz exakt jene Entlastung schaffen, die das Bundesland jetzt benötigt.
Bekenntnis zum Standort Salzburg
Die AUVA bekennt sich ohne Wenn und Aber zum Standort Salzburg. Wir setzen dabei auf modernste medizinische Inhalte. Mit dem ‚Modell Ortho-Trauma Salzburg‘ holen wir die besten von uns österreichweit erprobten Konzepte – von der Robotik bis zur Tagesklinik – in unser UKH. Wir planen gezielte Investitionen in High-Tech-Infrastruktur, um die Versorgung der Salzburger Bevölkerung nicht erst in zehn Jahren, sondern so rasch wie möglich spürbar auf ein neues Level zu heben.
Das besprochene Modell im Überblick
Das im Austausch diskutierte Konzept zielt auf eine vertiefte Kooperation auf Augenhöhe ab und skizziert eine zügige Stärkung durch kluge Arbeitsteilung. Folgende Eckpunkte sollen konzipiert und zur Umsetzung vorbereitet werden:
- Spezialisierung zur Systementlastung: Geplant ist, dass die AUVA gezielt schwere Arbeitsunfälle auf die eigene Intensivstation übernimmt und diese anschließend nahtlos in der eigenen Rehabilitation weiterversorgt. So sollen kritische Bettenkapazitäten der SALK freigespielt werden.
- Neue Tagesklinik: Angestrebt wird die Etablierung einer hocheffizienten Tagesklinik nach dem Vorbild des Traumazentrums Wien-Brigittenau. Das Ziel: „Morgens operiert, abends daheim“ – für kürzere Wartezeiten und eine schnelle Genesung im gewohnten Umfeld.
- Smarte Patienten-:Patientinnenlenkung: Vorgesehen ist der gemeinsame Aufbau einer zentralen Erstversorgungsambulanz (EVA) zur besseren Triage. Patienten:Patientinnen sollen durch eine strukturierte Ersteinschätzung sofort zur richtigen Versorgungsebene gelangen, um Fehlleitungen massiv zu reduzieren und wertvolle Spitalsressourcen zu schützen. Dies zeigen unsere Erfahrungen aus Graz und Wien.
- High-Tech und Ausbildungskooperation: Das Konzept beinhaltet den Transfer der Robotik-Expertise der AUVA nach Salzburg zur Etablierung eines technologischen Leuchtturms, gekoppelt mit einer Ausbildungskooperation zur langfristigen Standortbindung qualifizierter Fachkräfte.
Mit diesem zukunftsorientierten Weg wollen wir unseren Teil dazu beitragen, dass die Salzburger Bevölkerung rasch und verlässlich die bestmögliche Versorgung erhält – modern, effizient und partnerschaftlich.