Schulterschluss im OÖ-Gesundheitssystem: AUVA und Kepler Universitätsklinikum starten OP-Kooperation
Um die Wartezeiten für planbare orthopädische und traumatologische Eingriffe im oberösterreichischen Zentralraum zu reduzieren, bündeln das Unfallkrankenhaus Linz der AUVA (UKH) und das Kepler Universitätsklinikum (KUK) ihre Kräfte. Eine Kooperationsvereinbarung ermöglicht es ab sofort, Patienten:Patientinnen des Kepler Universitätsklinikums im UKH Linz zu operieren. Dies wurde in der jüngsten Sitzung des Verwaltungsrats der AUVA beschlossen.
„Hinter OP-Wartezeiten stehen keine abstrakten Zahlen, sondern es sind immer Menschen damit verbunden und ihre ganz persönlichen Sorgen. Deshalb wollen wir in Oberösterreich die Zusammenarbeit zwischen den Häusern stärken und ausbauen, deshalb setzen wir auf starke Partnerschaften und deshalb habe ich der Geschäftsführung des Kepler Universitätsklinikum den Auftrag erteilt, eine Kooperation mit der AUVA zu erarbeiten. Es freut mich, dass wir ab sofort die Synergien zwischen dem Kepler Universitätsklinikum und der AUVA noch besser nutzen, um vorhandene Infrastruktur und personelle Ressourcen bestmöglich einzusetzen. Damit gelingt es ganz konkret, zusätzliche OP-Kapazitäten zu schaffen und Wartezeiten zu verkürzen“, so LH-Stv. Christine Haberlander über die nun fixierte Kooperation zwischen dem Kepler Universitätsklinikum und der AUVA.
Hintergrund der Kooperation ist die strategische Nutzung der infrastrukturellen und personellen Kapazitäten des UKH. Durch die nun fixierte Vereinbarung öffnet das UKH Linz seine Infrastruktur gezielt für monatlich bis zu 15 Zuweisungen des Kepler Uniklinikums.
Die Vereinbarung regelt präzise medizinische und personelle Rahmenbedingungen, um die hohe Behandlungsqualität beider Häuser zu sichern. Die Auswahl der Patienten:Patientinnen sowie die Terminvergabe und Zuweisung erfolgt ausschließlich über das Kepler Universitätsklinikum.
„Diese Kooperation ist ein Best-Practice-Beispiel für trägerübergreifende Zusammenarbeit. Wir stellen die Versorgung der Patientinnen und Patienten in den Mittelpunkt. Jeder Eingriff, der früher stattfindet, ermöglicht eine schnellere Rückkehr in den Arbeitsprozess sowie in das selbstbestimmte Privatleben“, sagt Leonhard Zauner, Vorsitzender des AUVA-Landesstellenausschusses Linz.
„Wir freuen uns über das Zustandekommen dieser Kooperation mit der AUVA zum Wohle der Patientinnen und Patienten und danken dem UKH Linz für die konstruktiven Gespräche“, heißt es aus der Kollegialen Führung des Kepler Universitätsklinikums.
Die operative Zusammenarbeit startet ab sofort und ist als Pilotprojekt angelegt, wobei eine Verlängerung als Option besteht. Durch eine begleitende Evaluierung werden Prozesse laufend optimiert. Für die AUVA und das Kepler Universitätsklinikum ist dieser Schritt mehr als eine temporäre Maßnahme: Wir sehen darin die Basis für eine vertiefte Systempartnerschaft in der Gesundheitslandschaft in Oberösterreich im Sinne der Patienten:Patientinnen.