BESTE BEDINGUNGEN FÜR Behindertensport

Neu eröffnetes ParaSportzentrum

Unser im Juni 2025 eröffnetes, in Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Paralympischen Committee (ÖPC) und dem Österreichischen Behindertensportverband (ÖBSV) entwickeltes ParaSportzentrum setzt einen neuen Maßstab für die Verbindung von Rehabilitation und Leistungssport.

Ob durch gezieltes Talent-Scouting, individuelles Training und Unterstützung auf Spitzenniveau – im ParaSportzentrum werden Menschen mit Querschnittlähmung, Amputation und anderen schweren Verletzungen auf ihrem Weg in den Parasport nachhaltig begleitet und gefördert.

Hochmoderne Trainingsanlagen wie Turnsaal, Schwimmhalle und Außenbereiche sowie speziell abgestimmte medizinische und therapeutische Angebote ermöglichen es den Sportlern:Sportlerinnen, ihr Leistungspotential voll auszuschöpfen. Der Weg für zukünftige Erfolge im Parasport ist somit geebnet.

Video: Wie das ParaSportzentrum Häring wächst

Während die Welt derzeit auf die Paralympischen Winterspiele Milano-Cortina 2026 blickt, findet der wichtigste Wettkampf oft weit weg vom Rampenlicht statt: in der ersten Phase der Rehabilitation:

Sport ist eine wesentliche Säule in der Rehabilitation von Menschen mit Behinderung. Er fördert nicht nur die körperliche Regeneration, sondern auch den mentalen und emotionalen Aufschwung unserer Rehabilitanden:Rehabilitandinnen auf dem Weg zurück in ein selbstbestimmtes Leben.

Aktuelle Events und Erfolgsgeschichten

Aus Patienten:Patientinnen werden im ParaSportzentrum Athleten:Athletinnnen, deren Grenzen nicht durch den Unfall definiert werden, sondern durch ihren Mut. Informieren Sie sich über einige unserer Erfolgsgeschichten sowie unsere aktuellen Initiativen:    

Paralympics hautnah erleben: Fachliche Einblicke aus Cortina 2026

Zwei Physiotherapeuten des ParaSportzentrums besuchten mit fachlichem Fokus für mehrere Tage die Paralympics 2026 in Cortina. Dort konnten sie nicht nur sportliche Höchstleistungen miterleben, sondern wichtige Impulse für ihre berufliche Praxis und die Weiterentwicklung des ParaSportzentrums sammeln. 

AUVA / Stefan Thurner, Stephan Schinkel Zwei Mitarbeiter des Parasportzentrums Häring posieren neben einem großen Logo Paralympics-Logo, im Hintergrund eine winterliche Berglandschaft.

Inklusives Curling-Erlebnis für Patienten:Patientinnen

In enger Zusammenarbeit mit dem RSCTU ermöglichte das Rehabilitationszentrum Häring seinen Patienten:Patientinnen einen besonderen sportlichen Vormittag im Curling Club Kitzbühel. Die Teilnehmenden erhielten dort einen praxisnahen Einblick in den traditionsreichen Wintersport Curling. Mit Astrid Pflügler und Marcel Resch erklärten zwei erfahrene Curler:innen kompetent die Grundlagen des Sports und begleiteten die ersten Versuche auf dem Eis. Ziel war es, Parasport erlebbar zu machen und Brücken zwischen Rehabilitation, Vereinssport und langfristiger sportlicher Teilhabe zu schlagen. Dabei stand nicht die sportliche Leistung, sondern das gemeinsame Erleben von Bewegung, Koordination und Teamarbeit im Vordergrund. 

Die beiden Organisatorinnen des Events, AUVA-Sporttherapeutin Barbara Ellmerer und RSCTU-Obfrau Martina Eder, sorgten dafür, dass sich alle Teilnehmenden unabhängig von individuellen körperlichen Voraussetzungen oder sportlichen Vorerfahrungen aktiv einbringen und Curling nach ihren persönlichen Möglichkeiten ausprobieren konnten. Der Vormittag bot nicht nur Abwechslung zur Rehabilitation, sondern eröffnete den Teilnehmenden neue Perspektiven auf mögliche Sportarten nach der Reha. Angebote wie dieses fördern Motivation, Selbstvertrauen und Freude an Bewegung – zentrale Elemente im ganzheitlichen Rehabilitationsprozess.

Rollstuhl-Curling ist im paralympischen Sport seit vielen Jahren fest etabliert als inklusiver Sport, der sich flexibel an unterschiedliche Bedürfnisse anpassen lässt. Genau diese Offenheit wird auch im Kitzbühel Curling Club gelebt: Der Verein heißt alle sportinteressierten Menschen willkommen – mit oder ohne Behinderung.


Ankündigung: Parasport-Kindercamp Sommer 2026 - Pilotprojekt

Von 27. bis 31. Juli 2026 setzen das ParaSportzentrum Häring und das OptimaMed Kinder Rehabilitationszentrum Wiesing erstmals ein Parasport-Kindercamp um. Die Zielgruppe sind Kinder mit körperlichen Einschränkungen – ihre Teilhabe und Entwicklung möchten wir nachhaltig fördern, indem wir ihnen einen frühen, positiven und vielfältigen Zugang zu Bewegungs- und Sportangeboten ermöglichen.

Das Camp erprobt ein bewegungsorientiertes Nachmittagsprogramm, das therapeutische Ansätze mit spielerischen Sportmodulen verbindet. Ein interdisziplinäres Team aus Physiotherapie, Ergotherapie und Sporttherapie übernimmt die Gestaltung. Die Inhalte und Dosierung der Einheiten orientieren sich konsequent an den individuellen Fähigkeiten der teilnehmenden Kinder.

 

GEPA pictures / Alexander Solc Szene beim Rohlstuhlbasketball: Junge dribbelt mit dem Ball, sein erwachsener Gegenspieler ist auch im Bild

Das Camp ist bewusst kompakt angelegt und umfasst mehrere aufeinander abgestimmte Nachmittage innerhalb einer Woche. Jeder von diesen steht im Zeichen einer konkreten Sportart, die ausprobiert und erlebt werden kann. So lernen die Kinder verschiedene Bewegungsformen kennen und finden heraus, welche Aktivitäten ihnen besondere Freude bereiten. Dieser Ansatz soll Motivation, Selbstvertrauen und langfristiges Interesse am Sport fördern.

Die Teilnahme ist nicht öffentlich, da die Auswahl der Kinder direkt über das OptimaMed Kinder Rehabilitationszentrum Wiesing erfolgt. Das Camp findet im ParaSportzentrum Häring statt und wird durch die AUVA finanziert.

Nach Abschluss des Pilotprojekts werden die Erfahrungen gemeinsam ausgewertet. Auf dieser Basis wird entschieden, ob und in welcher Form das Angebot künftig fortgeführt oder erweitert wird.


Rollstuhlbasketball-Schnuppertraining im ParaSportzentrum Häring

Im Parasportzentrum Häring fand kürzlich ein praxisnahes Schnuppertraining im Rollstuhlbasketball statt. Vier Studierende des Studiengangs Ergotherapie an der FH Gesundheitsberufe Tirol waren an uns mit ihrem Vorhaben herangetreten, ein komplettes Training – ab der Anreise im Rollstuhl mit öffentlichen Verkehrsmitteln – möglichst realistisch und praxisnah mitzuerleben. Sehr gerne unterstützten wir ihr Projekt „Rollstuhl und Mobilität im Alltag“ und ließen sie bei uns Erfahrungen sammeln, die über theoretisches Wissen hinausgingen. Gemeinsam mit dem Rollstuhlsportclub Tirol (RSCTU) ermöglichten wir den Studierenden bei einem regulären Rollstuhlbasketballtraining einen authentischen Einblick in den Parasport.

Martina Eder Vier Rollstuhlbasketballspieler:innen lächeln in einer Turnhalle in die Kamera

Am Trainingstag wurden die Teilnehmer:innen direkt in die Einheit integriert. Nach einer kurzen Einführung in Sportrollstühle, Bewegungsabläufe und sicherheitsrelevante Aspekte ging es rasch mit der praktischen Übung los. Dabei zeigte sich deutlich, wie fordernd Rollstuhlbasketball ist – technisch, konditionell und koordinativ. Die Studierenden beurteilten die Teilnahme am Schnuppertraining als wertvoll und nachhaltig wirksam. Als besonders eindrucksvoll beschrieben sie die erlebte Komplexität, gleichzeitig Rollstuhl zu fahren, zu passen und zu werfen. 

Die Kooperation mit der FH Gesundheitsberufe Tirol stärkt die Sensibilisierung für Inklusion, Mobilität und Barrierefreiheit im Gesundheitswesen. Das Parasportzentrum Häring betrachtet solche Formate als wichtigen Beitrag, um angehende Beschäftigte in Gesundheitsberufen frühzeitig und praxisorientiert mit den Herausforderungen und Ressourcen von Menschen im Rollstuhl vertraut zu machen.


Gelungener Saisonabschluss im Bereich Ski Nordisch

Das Parasportzentrum Häring veranstaltete am 17.03.2026 in Pertisau einen gelungenen Saisonabschluss im Bereich Ski Nordisch. Insgesamt nahmen sieben Patienten teil, begleitet von den sehr erfahrenen Langlauftrainerinnen Barbara Ellmerer und Anna Wibmer, sowie der Obfrau des RSCTU Martina Eder.

Im Mittelpunkt stand die Freude an der Bewegung und das gemeinsame Erleben des Wintersports. Mithilfe von Langlaufschlitten konnten sich Querschnittgelähmte sowie Menschen, für die stehender Langlauf nicht mehr möglich ist, aktiv ausprobieren und neue Erfahrungen sammeln. Jene, denen es körperlich möglich war, nutzten die Gelegenheit, sich im klassischen Langlauf zu betätigen und ihre Fähigkeiten weiterzuentwickeln.

Trotz Schneefalls herrschte große Motivation. Alle Beteiligten gaben ihr Bestes und unterstützten sich gegenseitig. Die Rückmeldung „der schönste Tag seit Beginn meiner Rehabilitation“ verdeutlichte eindrucksvoll, wie viel Lebensqualität und Lebensfreude durch Sport zurückgewonnen werden kann. Der gelungene Saisonabschluss hinterlässt viel Vorfreude auf die nächste Saison, die im Herbst starten soll.


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