Paralympics hautnah erleben: Fachliche Einblicke aus Cortina 2026
Zwei Physiotherapeuten des AUVA-ParaSportzentrums Häring sammelten bei den Paralympics 2026 wichtige Erkenntnisse für ihre berufliche Praxis.
Internationale Spitzenleistungen im Parasport analysieren und gezielt für die eigene berufliche Praxis nutzen – mit diesem Fokus besuchten Stephan Schinkel und Stefan Thurner vom AUVA-ParaSportzentrum Häring im März die Paralympics 2026. Bei ihrem mehrtägigen Besuch in Cortina analysierten sie die Abläufe bei ausgewählten Bewerben aus professioneller Perspektive, um wertvolle Impulse für Rehabilitation, Training und Leistungsentwicklung im ParaSportzentrum Häring abzuleiten.
Zwischen Nervenkitzel und Präzision: Ski Alpin und Biathlon
Im Fokus standen besonders die Disziplinen Ski Alpin und Biathlon – Sportarten, in denen Technik, Mut, Vertrauen und äußerst präzise Vorbereitung untrennbar miteinander verbunden sind. Beim paralympischen Slalom der Frauen wurde der fachliche Austausch zusätzlich durch Klaudia Wipfler und Barbara Ellmerer – beide ebenfalls Mitarbeiterinnen im ParaSportzentrum – bereichert, die zusätzliche professionelle Perspektiven einbrachten.
Neben den spektakulären Wettkampfentscheidungen rückte vor allem in den Mittelpunkt, was für Außenstehende oft weitgehend verborgen bleibt: die Vorbereitung der Athleten:Athletinnen, ihr Umgang mit Risiko, Belastung und Druck sowie die zentrale Rolle perfekt eingespielter Betreuungs- und Unterstützungsteams für die Sportler:innen.
Gerade bei einem internationalen Großereignis wie den Paralympics zeigt sich, wie eng Organisation, Sicherheit und individuelle Betreuung ineinandergreifen müssen, um Höchstleistungen überhaupt zu ermöglichen.
Funktionelle Vielfalt und hochspezialisierte Ausrüstung
Ein zentraler Aspekt der fachlichen Analyse war die große Bandbreite an funktionellen Voraussetzungen der Athleten:Athletinnen. Unterschiedliche Behinderungsbilder verdeutlichen ebenso wie die hochspezialisierte Ausrüstung – von adaptierter Skitechnik bis hin zu individuell angepassten Sitz- und Prothesensystemen – die enorme Komplexität des paralympischen Leistungssports.
Die Beobachtungen der beiden Physiotherapeuten unterstreichen, wie präzise Trainingssteuerung, Prävention und Rehabilitation im Parasport aufeinander abgestimmt sein müssen – sowohl aus sportmedizinischer als auch aus trainingswissenschaftlicher Sicht.
Mehr als Medaillen: Haltung, Wille und Leidenschaft
Neben Technik und Organisation hinterließen vor allem die Athleten:Athletinnen selbst einen bleibenden Eindruck. In jedem Moment war spürbar, mit welcher Entschlossenheit, Disziplin und Leidenschaft sie ihre Ziele verfolgen.
Paralympischer Spitzensport bedeutet ein Höchstmaß an Eigenverantwortung – körperlich, mental und organisatorisch. Diese Haltung wirkt nicht nur inspirierend, sondern ist auch richtungsweisend für alle, die im Bereich Rehabilitation und Parasport tätig sind.
Impulse für Häring: Lernen vom internationalen Wettkampfniveau
Die Eindrücke aus Cortina bleiben nachhaltig präsent. Denn die Mitarbeiter:innen aus Häring konnten vor Ort nicht nur Weltklassesport miterleben, sondern viel Inspiration gewinnen, um die Zukunft der eigenen Arbeit aktiv mitzugestalten.
Dem AUVA-ParaSportzentrum Häring als Kompetenzzentrum für Rehabilitation, Training und leistungsorientierte Entwicklung ermöglichen die wichtigen Erkenntnisse aus Cortina, bestehende Konzepte kritisch zu hinterfragen, gezielt weiterzuentwickeln und konsequent an den realen Anforderungen des Spitzensports auszurichten.